| Lizenz: | ESV-Lizenz |
| ISSN: | 1867-8394 |
| Ausgabe / Jahr: | 5 / 2026 |
| Veröffentlicht: | 2026-09-29 |
Wirksames Integritätsmanagement zeigt sich nicht an der Existenz von Compliance- Strukturen, sondern an ihrer Wirkung im konkreten Risikofall. Der Beitrag zeigt, wie Integrität als operative Steuerungsgröße in Managemententscheidungen übersetzt werden kann – von Risikoindikatoren und Red-Flag-Logiken über Eskalationsschwellen und Risikoakzeptanz bis zu Wirkungskennzahlen und integrierter GRC-Architektur.
Das deutsche Unternehmenssanktionsrecht steht seit dem Scheitern des Verbandssanktionengesetzes erneut vor einer Richtungsentscheidung. Während die geltenden Regelungen der §§ 30, 130 OWiG weiterhin eine Sanktionierung von Unternehmen ermöglichen, haben sich die regulatorischen Rahmenbedingungen seit 2021 grundlegend verändert.
Ethische Entscheidungshilfen in Form von Leitfragen und Checklisten gehören heute zum festen Bestandteil vieler Compliance- und Integrity-Systeme. Sie sollen Mitarbeitende dabei unterstützen, problematische Entscheidungen frühzeitig zu erkennen und verantwortungsvoll zu handeln. Doch funktionieren solche Instrumente überhaupt?
Der Gesetzgeber verpflichtet haftungsbeschränkte Unternehmen zu einer angemessenen Risiko- und Krisenfrüherkennung, die bestandsgefährdende Entwicklungen frühzeitig identifiziert und adressiert. Vor dem Hintergrund anhaltender geopolitischer Spannungen umfasst dies zwingend ein strukturiertes geopolitisches Risikomanagement, das in das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem sowie die Governance eingebettet wird.
Das KRITIS-Dachgesetz verpflichtet Betreiber kritischer Anlagen seit dem 17. März 2026 erstmals sektorübergreifend zur physischen Resilienz: Registrierung, Risikoanalyse, Resilienzplan, Meldung binnen 24 Stunden und Nachweis gegenüber der Aufsicht, verantwortet von der Geschäftsleitung. Der Beitrag ordnet die Pflichten normbezogen und zeigt, was ISMS, BCMS und CMS tragen und welches Delta bleibt.
Compliance-Systeme werden zunehmend zur haftungsrechtlichen Stellschraube: Die UK Failure to Prevent Fraud Offence, die EU-Anti-Korruptionsrichtlinie und die anstehende Reform des Ordnungswidrigkeitengesetzes (OWiG) setzen klare Anreize für wirksame Prävention. Entscheidend ist ein Compliance-Management-System (CMS), das nicht nur formal besteht, sondern risikoorientiert ausgestaltet, operativ verankert und als gelebte Unternehmenskultur wirksam wird.
Interview mit Klaas Petersson , Global Head of Legal & Compliance, Air & Ocean Division der Rhenus Gruppe
+++ Healthcare Compliance Officer: Das Original startet wieder im April 2027 +++ Veranstaltungen: Was steht an! +++
+++ KI als Compliance-Risiko +++ Erleichterungen bei den MARisk durch die BAFin veröffentlicht +++ KI als Hilfsmittel für Cyberkriminelle +++
Um Ihnen ein optimales Webseitenerlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Mit dem Klick auf „Alle akzeptieren“ stimmen Sie der Verwendung von allen Cookies zu. Für detaillierte Informationen über die Nutzung und Verwaltung von Cookies klicken Sie bitte auf „Anpassen“. Mit dem Klick auf „Cookies ablehnen“ untersagen Sie die Verwendung von zustimmungspflichtigen Cookies. Sie haben die Möglichkeit, Ihre Einstellungen jederzeit individuell anzupassen. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
